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Eraserhead (USA 1977)
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Home : Film : Filme : E : r : Eraserhead
20-Mar-2005/09-Jan-07
Übersicht
Eraserhead ist das Spielfilm-Debüt des US-amerikanischen
Regisseurs David Lynch aus dem Jahr 1977.
Handlung
Eine Handlung lässt sich nur schwerlich beschreiben. Im Mittelpunkt des
Films steht Henry, der von den Eltern seiner (Ex-)Freundin Mary zum
Essen eingeladen wird und dort erfährt, dass Mary ein Baby zur Welt
gebracht hat. Aber, wie Mary sagt: »Wir sind nicht sicher, ob es
wirklich ein Baby ist«.
In Neben-»Handlungen« bedient ein verwesender, die Szenerie
betrachtender Mann Hebel, sieht Henry einer deformierten Blondine in
seinem Heizkörper beim Tanz zu, und sein Kopf wird zu Radiergummiköpfen
(englisch Eraserhead) für Bleistifte verarbeitet.
Stammdaten
| Filmografische Daten |
| Deutscher Titel: |
Eraserhead |
| Originaltitel: |
Eraserhead |
| Produktionsland: |
USA |
| Erscheinungsjahr: |
1977 |
| Länge: |
89 Minuten |
| Originalsprache: |
Englisch |
| Altersfreigabe: |
FSK 18 |
| Stab |
| Regie: |
David Lynch |
| Drehbuch: |
David Lynch |
| Musik: |
Fats Waller, David Lynch, Peter Ivers |
| Kamera: |
Herbert Cardwell, Frederik Elmes |
| Schnitt: |
David Lynch |
| Spezialeffekte: |
David Lynch |
| Produktion: |
David Lynch |
| Besetzung |
| Henry: |
Jack Nance |
| Mary X: |
Charlotte Stewart |
| Mr X (Marys Vater): |
Allen Joseph |
| Mrs X (Marys Mutter): |
Jeanne Bates |
| Frau im Heizkörper: |
Laurel Near |
| Nachbarin: |
Judy Anna Roberts |
Produktionsgeschichte
Eraserhead war David Lynchs erster abendfüllender Spielfilm. Das Budget
des Films betrug nur 20.000 US-Dollar, die Produktion dauerte fünf
Jahre, von 1971 bis 1976. Gefördert wurde die Produktion vom American
Film Institute, wo Lynch zu Beginn der Dreharbeiten noch studierte;
Lynch musste sich trotzdem Geld von Freunden und Familie borgen. Von
ursprünglich 108 Minuten schnitt Lynch nach Probevorführungen den Film
auf 89 Minuten herunter, weswegen einige im Abspann genannte Charaktere
im fertigen Werk nicht zu sehen sind.
Der Film, der komplett in Schwarzweiß gedreht wurde, ähnelt einem langen
Alptraum mit surrealen und horrorartigen Elementen. Deutungen reichen
von einem Horrorszenario nach einer nuklearen Katastrophe über eine
männliche Wochenbettpsychose, Abtreibung und Auseinandersetzung mit der
industrialisierten Welt bis zu religiösen Verbindungen von Zeugung und
Tod. Lynch wollte explizit verschiedene Deutungen zulassen.
Kritik und Rezeption
Als Mittelpunkt des Films werten viele Kritiker das monströs deformierte
Baby. Lynch weigert sich bis heute, die Funktionsweise des Wesens zu
erklären, und verhinderte einige Zeit, dass Fotografien davon
auftauchten. Oft wird darauf hingewiesen, dass es einem Kalbsfötus
ähnele.
Einige Filmzeitschriften und Kritiker warnten ernsthaft vor geistiger
Schädigung durch Ansehen des Films. Dennoch wurde ihm große Originalität
zugesprochen. Lynchs Film sei nicht nur ein verfilmtes Drehbuch - das
Drehbuch war nur 20 Seiten lang - sondern nutze alle filmischen
Möglichkeiten von der Kameraführung über die Beleuchtung, Ausstattung
und insbesondere auch Ton und Soundtrack aus.
Eraserhead gilt als typischer Kultfilm. Mel Brooks übertrug Lynch nach
diesem Film die Regie von Der Elefantenmensch, womit dessen
Karriere als Ausnahmeregisseur begann. Fans von David Lynch werden in
ihm viele Motive erkennen, die später in Blue Velvet, Twin
Peaks, Lost Highway und Mulholland Drive wieder
auftreten.
Einige Kritiker vergleichen Eraserhead mit dem surrealistischen
Meisterwerk Ein andalusischer Hund. Es wird auch oft berichtet,
dass er zu den Lieblingsfilmen Stanley Kubricks gezählt habe.
Bezugsmöglichkeit
Eraserhead ist derzeit nicht auf DVD- oder VHS-Kassette
erhältlich.
Siehe auch
Weitere Debütfilme namhafter Regisseure:
Netmarks
IMDb: Eraserhead,
german.imdb.com/title/tt0074486/.
David-Lynch-Fanseite - viele Fotos, Trailer, Hintergrundinformationen,
www.davidlynch.de/head.html.
Eine weitere Fanseite,
www.geocities.com/~mikehartmann/eh.html.
Quelle und Lizenz
Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus
Wikipedia, der freien Enzyklopädie.
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Stand: 13:38, 20. Mär 2005.
Lizenz: GNU Free
Documentation License.
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