Digital Cinema (D-Cinema)
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Erstellt/bearbeitet: 19-Aug-2005/09-Jan-07
Systemzeit: Samstag, 17.05.2008, 23:44:40.
Home : Film : D-Cinema
Übersicht
Digital Cinema (D-Cinema) ist eine aus dem angloamerikanischen Sprachraum
stammende Bezeichnung für den
digitalen Film und das
digitale Kino.
Der
Begriff wird derzeit noch recht unterschiedlich verwendet, bezeichnet
jedoch meistens die »Präsentation von Filmen im Kino mit einer
Qualität besser als der heutige 35mm-Film« (Westerkamp, in
Slansky 2004: 255). Versteht man D-Cinema in diesem Sinne, dann handelt
es sich um ein Leitkonzept.
Abgrenzung vom E-Cinema
Der häufig in Abgrenzung zum D-Cinema verwendete Begriff des
E-Cinema bezeichnet dagegen entweder
- eine Variante des digitalen Kinos mit technisch reduzierten
Spezifikationen, wie sie in kommunalen und Arthouse-Kinos mit Hilfe
öffentlicher Förderung derzeit umgesetzt wird; Eckdaten für eine
Spezifikation wurden beispielsweise von CinemaNet Europe
erarbeitet. Die Auflösungen liegen dabei eher im Bereich von
Standard Definition Video (SDV) und Standard Definition Television
(SDTV) oder allenfalls von High Definition Television (HDTV) im
Gegensatz zu den in der DCI-Spezifikation von September 2005
geforderten 2k bis 4k.
- die Präsentation von sog. »alternativen Inhalten«, mit
denen die hohen Investitionen in digitale Distributions- und
Projektionstechnik finanziert werden sollen; gedacht wird dabei an
eher klassische Fernsehformate wie Übertragungen von Kultur- oder
Sport-Events in das Filmtheater sowie digitale Werbung im Kino. Auch
bei dieser Lesart von E-Cinema werden eher Bildauflösungen im
Bereich von 1k oder
2k (HDV
oder HDTV)
angedacht.
Teilweise wird in der Literatur E-Cinema als Oberbegriff für
beliebige digitale Bewegtbildinhalte und D-Cinema lediglich als
Spezialfall aufgefasst (so bspw. vom EDCF und ähnlich Dehghan 2004 15
f.), in anderen Fällen wird gar nicht erst versucht, terminologisch zu
unterscheiden. Hierzu ist grundsätzlich anzumerken, dass es sich um
künstlich ausdifferenzierte Bereiche handelt, die in der
projektionstechnischen Praxis kaum Bedeutung haben: Digitalprojektoren
bieten ein fließendes Spektum der qualitativen Leistungsmerkmale, das
sich zudem durch die kontinuierliche Weiterentwicklung permanent
verschiebt. Projektionstechnik, die hier als „High End“ und
„DCI-kompatibel“ be-zeichnet wird, dürfte bereits in ein bis zwei Jahren
zum leistungsmäßigen „Low End“-Segment zählen und könnte möglicherweise
durch Revision der DCI-Spezifikation (Version 1.0 von September 2005!)
auch als nicht mehr „DCI-kompatibel“ gelten.
Um sich möglichst deutlich vom technisch geringerwertigen »E-Cinema«
zu distanzieren, benannte die International Telecommunications Union
(ITU) ihre Task Force 6/9 von »Digital Cinema« in »Large
Screen Digital Imaging« (LSDI) um:
»Large Screen Digital Imaging (LSDI) is a family of digital
imagery systems applicable to programmes such as dramas, plays,
sporting events, concerts, cultural events etc. from capture to
large screen presentation in high-resolution quality in
appropriately equipped cinema theatres, halls and other venues«
(Westerkamp, in Slansky 2004: 264).
Annäherung an den digitalen Film
Als digitalen Film bezeichnet man in der
Digitalfotografie
allgemein ein elektronisches Speichermedium, das den
fotografischen Film
ersetzt; entsprechend spricht man auch im Bereich des Kinofilms von
digitalem Film, wenn die die fotochemische Aufzeichnung von Bewegtbildern
durch ein digitales Speichermedium ersetzt wird.
Viele Eigenschaften, die man derzeit in der
Digitalfotografie beobachten
kann, sind auf die digitale Bewegtbildaufzeichnung übertragbar: Beispiele
sind der mehrstufige Prozeß der Bildwandlung, die höhere Schärfentiefe, der
gegenüber Negativmaterial eingeschränkte Kontrastumfang, die abweichende
Farbästhetik, das Handling des Equipments sowie nicht zuletzt die Abkehr vom
»Filmlook«. Auch für die
Archivierung von digitalen Daten stellen sich ähnliche Probleme wie in
der Digitalfotografie, insbesondere im Bereich der
Langzeitarchivierung.
Aufgrund der Unschärfe des Begriffes kann die Bezeichnung »digitaler
Film« auch die digitale
Prä- und
Postproduktion, die digitale
Distribution sowie die digitale
Präsentation meinen; bei letzterem spricht man auch von
digitalem Kino. Die Begriffe sind
weitgehend bedeutungsgleich zu der angloamerikanischen Bezeichnung
D-Cinema.
Technisch ist der bisherige digitale Film ein »Bastard« aus Video- und
klassischer Filmtechnik, wobei vor allem die Videotechnik prägend auf
Workflow und
Ästhetik wirkt.
Inhaltsübersicht
Produktion des digitalen Films.
Prä- und Postproduktion von Filmen.
Distribution des digitalen Films.
Distribution von Filmen über
Internet,
Kabelnetze oder
Satellit.
Präsentation des digitalen Films.
Digitale
Projektion
von Film.
Anbieter für D-Cinema.
Equipment für D-Cinema.
Standards für D-Cinema.
Schnittstellen für
D-Cinema.
Rezeption des digitalen Films.
Verarbeitungskette
im D-Cinema.
Workflow im D-Cinema.
Ästhetik des D-Cinema.
Literatur zur Zukunft des Films.
Digitale Kinos
Digitale Filme
Literatur
Das digitale Kino, m. DVD-Video
von Marille Hahne (Hrsg.)
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Mit High Definition ins digitale Kino
von Philipp Hahn
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Digitale Filmherstellung. Die Veränderungen in Kunst und Handwerk des
Filmemachens.
von
Thomas H. Ohanian und Michael E. Phillips
Taschenbuch - 300 Seiten Fachbuchverlag Andreas A. Reil
Erscheinungsdatum: 2001 ISBN: 3932972961
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Digitaler Film – digitales Kino.
von
Peter C. Slansky (Hrsg.)
UVK Verlagsgesellschaft mbH - Konstanz 2004 400 Seiten ISBN:
3-89669-431-6
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Siehe auch
Anmerkungen
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