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Digital Cinema (D-Cinema)

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Erstellt/bearbeitet: 19-Aug-2005/09-Jan-07
Systemzeit: Donnerstag, 24.07.2008, 13:25:29.

Home : Film : D-Cinema


Übersicht

Digital Cinema (D-Cinema) ist eine aus dem angloamerikanischen Sprachraum stammende Bezeichnung für den digitalen Film und das digitale Kino.

Der Begriff wird derzeit noch recht unterschiedlich verwendet, bezeichnet jedoch meistens die »Präsentation von Filmen im Kino mit einer Qualität besser als der heutige 35mm-Film« (Westerkamp, in Slansky 2004: 255). Versteht man D-Cinema in diesem Sinne, dann handelt es sich um ein Leitkonzept.

Abgrenzung vom E-Cinema

Der häufig in Abgrenzung zum D-Cinema verwendete Begriff des E-Cinema bezeichnet dagegen entweder

  • eine Variante des digitalen Kinos mit technisch reduzierten Spezifikationen, wie sie in kommunalen und Arthouse-Kinos mit Hilfe öffentlicher Förderung derzeit umgesetzt wird; Eckdaten für eine Spezifikation wurden beispielsweise von CinemaNet Europe erarbeitet. Die Auflösungen liegen dabei eher im Bereich von Standard Definition Video (SDV) und Standard Definition Television (SDTV) oder allenfalls von High Definition Television (HDTV) im Gegensatz zu den in der DCI-Spezifikation von September 2005 geforderten 2k bis 4k.
  • die Präsentation von sog. »alternativen Inhalten«, mit denen die hohen Investitionen in digitale Distributions- und Projektionstechnik finanziert werden sollen; gedacht wird dabei an eher klassische Fernsehformate wie Übertragungen von Kultur- oder Sport-Events in das Filmtheater sowie digitale Werbung im Kino. Auch bei dieser Lesart von E-Cinema werden eher Bildauflösungen im Bereich von 1k oder 2k (HDV oder HDTV) angedacht.

Teilweise wird in der Literatur E-Cinema als Oberbegriff für beliebige digitale Bewegtbildinhalte und D-Cinema lediglich als Spezialfall aufgefasst (so bspw. vom EDCF und ähnlich Dehghan 2004 15 f.), in anderen Fällen wird gar nicht erst versucht, terminologisch zu unterscheiden. Hierzu ist grundsätzlich anzumerken, dass es sich um künstlich ausdifferenzierte Bereiche handelt, die in der projektionstechnischen Praxis kaum Bedeutung haben: Digitalprojektoren bieten ein fließendes Spektum der qualitativen Leistungsmerkmale, das sich zudem durch die kontinuierliche Weiterentwicklung permanent verschiebt. Projektionstechnik, die hier als „High End“ und „DCI-kompatibel“ be-zeichnet wird, dürfte bereits in ein bis zwei Jahren zum leistungsmäßigen „Low End“-Segment zählen und könnte möglicherweise durch Revision der DCI-Spezifikation (Version 1.0 von September 2005!) auch als nicht mehr „DCI-kompatibel“ gelten.

Um sich möglichst deutlich vom technisch geringerwertigen »E-Cinema« zu distanzieren, benannte die International Telecommunications Union (ITU) ihre Task Force 6/9 von »Digital Cinema« in »Large Screen Digital Imaging« (LSDI) um:

»Large Screen Digital Imaging (LSDI) is a family of digital imagery systems applicable to programmes such as dramas, plays, sporting events, concerts, cultural events etc. from capture to large screen presentation in high-resolution quality in appropriately equipped cinema theatres, halls and other venues« (Westerkamp, in Slansky 2004: 264).

Annäherung an den digitalen Film

Als digitalen Film bezeichnet man in der Digitalfotografie allgemein ein elektronisches Speichermedium, das den fotografischen Film ersetzt; entsprechend spricht man auch im Bereich des Kinofilms von digitalem Film, wenn die die fotochemische Aufzeichnung von Bewegtbildern durch ein digitales Speichermedium ersetzt wird.

Viele Eigenschaften, die man derzeit in der Digitalfotografie beobachten kann, sind auf die digitale Bewegtbildaufzeichnung übertragbar: Beispiele sind der mehrstufige Prozeß der Bildwandlung, die höhere Schärfentiefe, der gegenüber Negativmaterial eingeschränkte Kontrastumfang, die abweichende Farbästhetik, das Handling des Equipments sowie nicht zuletzt die Abkehr vom »Filmlook«. Auch für die Archivierung von digitalen Daten stellen sich ähnliche Probleme wie in der Digitalfotografie, insbesondere im Bereich der Langzeitarchivierung.

Aufgrund der Unschärfe des Begriffes kann die Bezeichnung »digitaler Film« auch die digitale Prä- und Postproduktion, die digitale Distribution sowie die digitale Präsentation meinen; bei letzterem spricht man auch von digitalem Kino. Die Begriffe sind weitgehend bedeutungsgleich zu der angloamerikanischen Bezeichnung D-Cinema.

Technisch ist der bisherige digitale Film ein »Bastard« aus Video- und klassischer Filmtechnik, wobei vor allem die Videotechnik prägend auf Workflow und Ästhetik wirkt.

Inhaltsübersicht

Produktion des digitalen Films.

Prä- und Postproduktion von Filmen.

Distribution des digitalen Films.

Distribution von Filmen über Internet, Kabelnetze oder Satellit.

Präsentation des digitalen Films.

Digitale Projektion von Film.

Anbieter für D-Cinema.

Equipment für D-Cinema.

Standards für D-Cinema.

Schnittstellen für D-Cinema.

Rezeption des digitalen Films.

Verarbeitungskette im D-Cinema.

Workflow im D-Cinema.

Ästhetik des D-Cinema.

Literatur zur Zukunft des Films.

Digitale Kinos

Digitale Filme

Literatur

Das digitale Kino, m. DVD-Video

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Mit High Definition ins digitale Kino

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Erscheinungsdatum: September 2005
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Digitale Filmherstellung. Die Veränderungen in Kunst und Handwerk des Filmemachens.

von Thomas H. Ohanian und Michael E. Phillips

Taschenbuch - 300 Seiten
Fachbuchverlag Andreas A. Reil
Erscheinungsdatum: 2001
ISBN: 3932972961

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Digitaler Film – digitales Kino.

von Peter C. Slansky (Hrsg.)

UVK Verlagsgesellschaft mbH - Konstanz 2004
400 Seiten
ISBN: 3-89669-431-6

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Siehe auch

Anmerkungen

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