Der Deutsche Drehbuchpreis 2005
wurde am 3. November 2005 von der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien, Christina Weiss, in der
Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam (HFF) "Konrad Wolf"
vergeben. Die Auszeichnung ging an Harry Flöter für das Drehbuch
"Bunker 5".
Der Drehbuchpreis, der auf einer Veranstaltung zusammen mit dem
Innovationspreis vergeben wurde, ist als Förderpreis mit 30.000 Euro
dotiert, wovon 25.000 Euro zweckgebunden für die Herstellung eines
neuen Drehbuches mit künstlerischem Rang zu verwenden sind.
Das Drehbuch "Bunker 5" von Harry Flöter erzählt von ein paar
verlorenen Jugendlichen an einem deutschen Unort zwischen
Supermarktparkplatz und Hochhaussiedlung. Ihre Situation wird
ausgesprochen lebendig geschildert, komisch in all ihrer Tragik und
geradezu bestürzend realitätsnah. Obwohl Stillstand und
Zukunftslosigkeit das Leben seiner Helden bestimmen, gelingt es dem
Autor, das Geschehen unmerklich zuzuspitzen und seine Figuren mit
jeder Drehung der Schraube tiefer ins selbst verschuldete Verderben zu
reiten. Sie machen so ziemlich alles falsch und haben doch zu jeder
Zeit unsere Anteilnahme. Die Geschichte ist ungeschönt, wahrhaftig und
rau. Am Ende gelingt es den Helden tatsächlich sich am eigenen Schopf
aus dem Sumpf zu ziehen, wenigstens so weit, dass die Nase wieder frei
ist, und auch wenn wir ahnen, dass es nur ein Aufschub ist, wünschen
wir ihnen doch von ganzem Herzen, sie mögen davon kommen.
2006 soll das Drehbuch von der 2Pilots Filmproduction in Köln verfilmt
werden.
Die Kulturstaatsministerin folgte dem Votum der "Jury Deutscher
Drehbuchpreis".
Für das Drehbuch entschied sich die Jury in der Zusammensetzung Thomas
Bauermeister, Thomas Frydetzki, Frank Göhre, Inga Pudenz, Dorothee
Schön (Vorsitzende) und Ruth Toma.