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Leistungsklassen fotografischer Kameras
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Home : FOTOGRAFIE : Kameras : Typologie : Leistungsklassen
20-Mar-2005/11-Jan-07
Übersicht
Fotografische Kameras können nach verschiedenen Leistungsklassen unterschieden werden.
Derartige Zuordnungen basieren meist auf nicht herstellerübergreifend
spezifizierten technischen Merkmalen der Geräte, spiegeln jedoch auch
allezu häufig ein Übermaß an »Marketing Buzz«; nicht jede als
»professionell« beworbene Kamera ist für den Alltag des Berufsfotografen
geeignet, und Amateurmodelle müssen nicht unebdingt für Profifotografen
ungeeignet sein. Vor dem Kauf muss also im Einzelfall geprüft werden,
welche Anforderungen an die Kamera gestellt werden und wie das jeweilige
Modell dieses Anforderungsprofil erfüllt – unabhängig von den
Versprechungen von Werbung und Verkäufern.
Die einzelnen Leistungsklassen können meist noch nach weiteren Kriterien
wie beispielsweise Bauform oder – insbesondere bei
Digitalkameras –
Auflösung
ausdifferenziert werden. Vgl. hierzu auch
Leistungsklassen der
Digitalkameras.
Nach der primären Zielgruppe und deren Einsatzgebiet wird traditionell
unterschieden zwischen
Einsteiger- und Amateurkameras
Einsteiger- und Amateurkameras (sog. »Consumer«-Modelle)
sind typischerweise gekennzeichnet durch einen niedrigen Preis, eine
einfache Ausstattung und eine mäßige bis schlechte
Verarbeitungsqualität.
Die Gehäuse bestehen häufig aus Kunststoffen.
Fast ausnahmslos fehlen Merkmale wie Spritzwasserschutz oder
versiegelte Dichtungen. Der Verschluss ist konzipiert für weniger
als 30.000 Auslösevorgänge.
Wechselobjektive für Einsteigerkameras haben heute häufig
Plastik- statt Metallbajonette, sind auf geringe Fertigungskosten
optimiert und meist eher kompakt.
Beispiele:
Kameras für fortgeschrittene Amateure und semiprofessionelle Kameras
Kameras für fortgeschrittene Amateure und semiprofessionelle
Kameras (sog. »Prosumer«-Modelle) sind für
fortgeschrittene Fotoamateure konzipiert, die sich die
professionellen Modelle weder leisten können noch wollen.
Sie bieten
zahlreiche fortgeschrittene Ausstattungsmerkmale wie Eingriffs- und
Steuerungsmöglichkeiten für die Automatismen der Kamera; sie sind
häufig zumindest ebenso umfangreich ausgestattet wie die
professionellen Spitzenmodelle, aber weniger solide und langlebig
ausgeführt.
Semiprofessionelle Kameras können auch unter extremen
Aufnahmebedingungen eingesetzt werden, das Risiko von Fehlfunktionen ist
jedoch deutlich höher als bei den professionellen Modellen; die
technischen Spezifikationen warnen häufig vor dem Einsatz bei hoher
Luftfeuchtigkeit oder Minusgraden.
Prosumer-Modelle richten sich an engagierte Fotoamateure, die Spaß an
der Fototechnik haben, deren berufliche Existenz jedoch nicht vom
Funktionieren der Kamera abhängt. Sie sind häufig vollgestopft mit
moderner Elektronik und können daher vergleichsweise fehleranfällig
sein, sie können jedoch »normaler« Belastung auch jahrelang zuverlässig
funktionieren.
Beispiele:
Professionelle Kameras für Berufsfotografen
Professionelle Kameras für Berufsfotografen versuchen,
einen Kompromiss aus noch bezahlbarem Preis und bestmöglicher
Ausstattung zu erreichen.
Die Gehäuse bestehen häufig aus
hochwertigen Metallegierungen und sind spritzwassergeschützt, die
Dichtungen sind versiegelt; alle Komponenten sind mehr oder minder
auf Langlebigkeit und Zuverlässigkeit ausgelegt. Professionelle
Kameramodelle können auch unter widrigen Einsatzbedingungen – niedrige
Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit etc. – störungsfrei eingesetzt werden.
Der Kameraverschluss ist konzipiert für mehr als 30.000 Auslösungen
und hochpräzise ausgeführt; die Verschlusszeitvarianzen sind extrem
gering. Es handelt sich ausnahmslos um Präzisionsinstrumente.
Die Kameras verfügen nur selten über Komfortmerkmale der
einfacheren Modelle wie Motivprogramme, da die Hersteller davon
ausgehen, dass derartige Mechanismen von den meisten
Berufsfotografen abgelehnt werden.
Wechselobjektive für professionelle Kameras haben immer
Metallbajonette, sind auf höchste optische und mechanische Leistung
optimiert, häufig apochromatisch korrigiert und meist alles andere
als kompakt oder leicht. Die Zuverlässigkeit und Präzision
professionelle Kameras hängt besonders stark von einer sorgfältigen
Pflege und regelmäßigen Wartung ab.
Die Spitzenmodelle der Hersteller sollen meist auch das
fertigungstechnische Leistungsvermögen des jeweiligen Herstellers
demonstrieren.
Beispiele:
- Digitalkameras:
Canon EOS-1D,
Canon EOS-1D Mark II,
Nikon D1,
Nikon D2Hs.
- Kleinbildkameras:
Canon F1,
Canon
EOS 1,
Minolta 9000,
Minolta Dynax 9xi,
Minolta Dynax 9,
Nikon F,
Nikon F2,
Nikon F3,
Nikon F4.
Siehe auch
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