| | Debian ist ein freies
Betriebssystem (OS) für Ihren Rechner. Ein
Betriebssystem ist eine Menge von grundlegenden Programmen, die Ihr Rechner
zum Arbeiten benötigt. Debian verwendet den
Linux-Betriebssystemkern, aber die
meisten grundlegenden Systemwerkzeuge stammen aus dem GNU-Projekt; daher der Name
GNU/Linux. Debian GNU/Linux ist mehr als nur ein Betriebssystem: Es enthält einige
tausend Softwarepakete, vorkompilierte Software in einfach zu installierenden Paketen. Das Debian-Projekt ist eine Gemeinschaft von Individuen die in
Gemeinschaftsarbeit ein freies Betriebssystem entwickeln. Dieses
Betriebssystem wird Debian GNU/Linux genannt, oder
einfach nur Debian. Debian-Systeme verwenden im Augenblick den Linux-Kern. Linux ist ein von Linus
Torvalds begonnenes komplett freies Stück Software, das von tausenden
Programmierern weltweit unterstützt wird. Im Gegensatz zu anderen
Linux-Distributionen
wird Debian GNU, ähnlich
wie der eigentliche Linux-Kernel,
von einer großen Gruppe von Freiwilligen
auf der ganzen Welt zusammengestellt. Eine Übersicht über die weltweite
Verteilung der Entwickler ist in der Weltkarte der Entwickler dargestellt. Auf Basis dieser Daten wurden von Edward Betts weitere
Auswertungen vorgenommen und Grafiken erstellt. Aus diesen ist beispielsweise
ersichtlich das der durchschnittliche Debian Entwickler kurz vor der Küste von
Grönland lebt... Der Ergebnisse dieser kuriosen Forschung finden sich auf
Edwards Webseite http://people.debian.org/~edward/average/. Für die Kommunikation der Entwickler
untereinander und die Verteilung der Pakete dient das
Internet.
Für jedes der (mittlerweise einige tausend) Debian GNU-Pakete gibt es einen sogenannten
„Maintainer“,
der dieses Paket betreut. Viele der Maintainer betreuen
auch mehrere Pakete. Die Debian-Entwickler
haben ihren hohen Anspruch an die freie Verbreitung
von Debian im
Debian Social Contract festgeschrieben. Sie finden die
deutsche Übersetzung im Anhang.
Der Name „Debian“ stammt vom Schöpfer der Distribution,
Ian Murdock, der den Namen aus
dem Namen seiner Frau, Debra, und seinem Vornamen
bildete (Deb-Ian). Die offizielle Aussprache
für den Namen ist: „deb ee n“.
- Debian 0.01 bis 0.90
(August-Dezember 1993): Das Debian Projekt wurde offiziell von
Ian Murdock am 16. August 1993 gegründet. Ian Murdock began diese neue
Distribution als offenes Entwicklungsprojekt, ganz im Sinne des GNU- oder auch
des Linux-Kernel Projektes. Dieses Ziel erfüllte zu dieser Zeit keine andere
Distribution. Das Debian Projekt wurde vom November 1994 an, vom
GNU Projekt der
FSF
(
Free Software Foundation) für 12 Monate gesponsort. - Debian 0.91
(Januar 1994): diese Version hatte ein einfaches
Paketsystem, mit
dem Pakete installiert und gelöscht werden konnten. Ein paar Dutzend Entwickler
arbeiteten zu dieser Zeit an Debian. - Debian 0.93R5
(März 1995): Zu dieser Zeit waren für jedes Paket ein oder
mehrere Entwickler zuständig. Das
Paketmanagement
wurde über
dpkg
abgewickelt, welches nach der Basisinstallation eingesetzt wird. Im August 1995 startete Hartmut Koptein die erste Portierung von Debian
GNU/Linux auf eine Nicht-Intel Plattform. Hartmut schreib zu seinen ersten
Versuchen mit der
m68k Architektur: „Many, many packages were i386-centric (little endian, -m486, -O6 and
all for libc4) and it was a hard time to get a starting base of packages
on my machine (an Atari Medusa 68040, 32 MHz). After three months
(in November 1995), I uploaded 200 packages from 250 available packages,
all for libc5!“ Später startete er, zusammen mit Vincent Renardias und
Martin Schulze,
eine weitere Portierung, diesmal auf die
PowerPC Platform. - Debian 0.93R6
(November 1995): dselect wurde eingeführt.
Dies war die letzte Debian-Version, die noch auf dem
Binärformat
a.out basierte.
Circa 60 Entwickler arbeiten an Debian GNU/Linux. - Debian 1.1
Buzz (Juni 1996): Die erste Version mit einem
sogenannten Codenamen.
Wie alle späteren stammt auch dieser Codename aus dem Film
„Toy Story“. Diese Idee wurde von
Bruce Perens, der zu dieser Zeit der
„Project Leader“
war, eingeführt. Diese Version benutzte ausschließlich das
neue ELF-Format
sowie die Kernel Version 2.0 und umfaßte 474 Pakete. Ian kommentierte den neuen Project Leader wie folgt:
„Bruce was the natural choice to succeed me, as he had been maintaining the
base system for nearly a year, and he had been picking up the slack as the amount
of time I could devote to Debian declined rapidly.“ Bruce initiierte viele wichtige Projekte innerhalb des Debian Projektes, hierzu
gehören die
Debian Free Software Guidelines, der
Debian Social Contract, das
Open Hardware Project.
Weiterhin war Bruce massgeblich an der Bildung von
SPI
(
Software in the Public Interest, Inc.) beteiligt.
- Debian 1.2
Rex (Dezember 1996): 848 Pakete, 120 Entwickler. - Debian 1.3
Bo (Juli 1997):
974 Pakete, 200 Entwickler. - Debian 2.0
Hamm (Juli 1998): Die erste
Debian-Version, die neben der
i386-Architektur
auch die
m68k-Rechnerfamilie, also Amiga, Atari und
Macintosh Computer, unterstützte.
Diese Version, mit
Ian Jackson als Project
Leader, basierte bereits auf der glibc2 (oder aus
historischer Sicht: libc6), hatte über 1500 Pakete, und circa
400 Entwickler stellten die Pakete zusammen. Wichert Akkerman lösste
Ian Jackson als Project Leader im Januar 1999 ab. - Debian 2.1
Slink
(09 März 1999): Ab dieser Version wurden
zusätzlich die Architekturen
Alpha
und
Sparc
unterstützt. Project Leader war Wichert Akkerman, 2250 Pakete gehörten zu
dieser Version, die auf 2 offiziellen CDs ausgeliefert wurde. Weiterhin
gehörte ab dieser Version apt - als neues Programm zur
Paketverwaltung - zum Umfang. Aufgrund einiger unerwarteter Fehler, die in der letzten Minute entdeckt
wurden, ist das Erscheinen von Debian 2.1 um eine Woche verschoben
worden. Ursprünglich war der 02.03.1999 als Termin ins Auge gefasst worden.
Der entscheidende Fehler war, daß dpkg, der Packetmanager, nur funktioniert,
wenn die Ortsangabe „locale“" auf der Standardeinstellung ist. Es war den Entwicklern wichtiger, den Ruf der absolute Fehlerfreiheit von
Debian zu retten als den Termin einzuhalten. Am 21. April 1999 bildeten die Firma Corel, das K Desktop Projekt (KDE) und das
Debian Projekt eine Allianz nachdem Corel verkündete eine eigene Linux
Distribution auf Debian-Basis herauszubringen. Im Laufe des Sommers erschien
mit Storm Linux (www.stormix.com)
eine weitere, auf Debian basierende Linux-Distribution. Zur gleichen Zeit gab
sich das Debian Projekt auch ein neues Logo, diesmal in doppelter Ausfertigung.
Ein offizielles Logo für die Webseiten und alle von Debian erstellten
Materialien und ein unoffizielles Logo für Materialien von anderen Herstellern. - Debian 2.2
Potato (15. August 2000):
Apt ist hier zentraler Bestandteil.
Die Anzahl der Pakete wurde gegenüber der Version 2.1 fast
verdoppelt. Integration von
GNOME, glibc 2.1, Kernel 2.2.13/14, XFree 3.3.6 Mit dieser Version wurden auch die Architekturen
PowerPC und
Arm
freigegeben. Diese Version ist
Joel Klecker gewidmet, einem Debian-Entwickler,
der unerwartet im
Alter von 21 Jahren starb (
http://www.debian.org/News/2000/20000815). Die
Release 1
(Debian GNU/Linux 2.2 R1) wurde am 14.11.2000 freigegeben, die
Release 2
folgte am 05.12.2000. Die letzte Version,
Release 3 folgte am 17.04.2001. Am 29. März 2001 wurde
Ben Collins
zum neuen Debian Project Leader (DPL)
gewählt. Die Release 3 wurde vom Pressesprecher des Projektes, Martin „Joey“
Schulze in folgender Mail angekündigt:
Date: Tue, 17 Apr 2001 00:43:00 +0200
From: Martin Schulze <joey@finlandia.infodrom.north.de>
To: Debian Announcements <debian-announce@lists.debian.org>
Subject: Debian GNU/Linux 2.2r3 released
Content-Length: 4923
Lines: 134
------------------------------------------------------------------------
The Debian Project http://www.debian.org/
Debian GNU/Linux 2.2r3 released press@debian.org
April 17, 2001
------------------------------------------------------------------------
The third revision of Debian GNU/Linux 2.2 (nickname `potato') has
been released. This point release, version 2.2r3, mostly includes
security updates, along with a few corrections to important bugs in
the stable distribution.
Upgrading to this revision online can be done by pointing the `apt'
package tool (see sources.list(5) manual page) to one of Debian's many
FTP mirrors. A list is available at:
<http://www.debian.org/distrib/ftplist>
Security Updates
This release contains the following security updates, for which the
Security Team has released the advisory listed.
Debian Security Advisory ID Package(s)
DSA 004 nano
DSA 005 slocate
DSA 008 dialog
DSA 009 stunnel
DSA 010 gnupg
DSA 011 mgetty
DSA 012 micq
DSA 013 mysql, mysql-gpl
DSA 014 splitvt
DSA 015 sash
DSA 016 wu-ftpd
DSA 017 jazip
DSA 018 tinyproxy
DSA 019 squid
DSA 021 apache, apache-ssl
DSA 022 exmh
DSA 024 cron
DSA 025 openssh
DSA 026 bind
DSA 027 openssh
DSA 028 man-db
DSA 029 proftpd
DSA 030 xfree86
DSA 031 sudo
DSA 032 proftpd
DSA 033 analog
DSA 034 eperl
DSA 035 man2html
DSA 036 mc, gmc
DSA 037 nextaw, xaw3d, xaw95
DSA 038 sgml-tools
DSA 039 glibc
DSA 040 slrn
DSA 042 gnuserv, xemacs21
DSA 044 mailx
DSA 047 kernel
19 Nov 2000 cupsys
21 Nov 2000 ethereal
20 Nov 2000 tcpdump
Miscellaneous Bugfixes
acroread Corrected NLS handling
aview Corrected dependencies
boot-floppies Many improvements
cslatex Important correction
elvis-tiny Corrected file recovery
glibc Corrected security upload
mtools Corrected for arm architecture
netpbm,-nonfree hpcdtoppm is non-free, sorry
nvi Fixes potential file corruption
postfix Fixes potential black hole for mails
postgresql Fixes potential data loss
python Fixes file creation problem
syslog-ng Fixes potential DoS problem
w3m, w3m-ssl Fixes old security problem
watchdog Fixes suspicious reboots
xpdf, xpdf-i Correction to security update
xtide Fix copyright violation
xviddetect Added support for more graphic cards
yaboot Fixes a serious booting bug
A complete list of all accepted and rejected packages together with
rationale can be found here:
<http://people.debian.org/~joey/2.2r3/>
URLs
A complete list of the packages that have changed with this
release can be found at:
<http://http.us.debian.org/debian/dists/Debian2.2r3/ChangeLog>
<http://non-us.debian.org/debian-non-US/dists/Debian2.2r3/non-US/ChangeLog>
The current stable distribution can be found at:
<ftp://ftp.debian.org/debian/dists/stable>
<ftp://non-us.debian.org/debian-non-US/dists/stable>
Proposed updates to the stable distribution can be found at:
<ftp:/ftp.debian.org/debian/dists/proposed-updates>
<ftp:/non-us.debian.org/debian-non-US/dists/proposed-updates>
Stable distribution information (release notes, errata, etc.):
<http://www.debian.org/releases/stable/>
Security announcements and information:
<http://security.debian.org/>
About Debian
The Debian Project is an organization of free software developers who
volunteer their time and effort in order to produce completely free
operating systems Debian GNU/Linux and Debian GNU/Hurd.
Contact Information
For further information, please visit the Debian web pages at
<http://www.debian.org/> or send mail to <press@debian.org>.
|
Am 5. November 2001 erschien die Release 4 von Debian 2.2.
Die dazugehörige Pressemitteilung findet sich unter
http://www.debian.org/News/2001/20011105. Dieses Release,
Revision 2.2r4, enthält hauptsächlich Sicherheits-Updates sowie Korrekturen
von einigen ernsthaften Fehlern in der stabilen Distribution. Die fünfte Revision von Debian GNU/Linux 2.2 (Codename `potato') wurde
am 10. Januar 2002 freigegeben. Diese Revision enthält hauptsächlich
Sicherheits-Aktualisierungen sowie Korrekturen von einigen ernsthaften Fehlern
in der stabilen Distribution. Benutzer, die regelmäßig von
security.debian.org
aktualisieren, werden kaum Pakete aktualisieren müssen.
Eine Übersicht der aktualisierten Pakete findet sich unter http://www.debian.org/News/2002/20020110. Mit der sechsten Release wurde am 3. April 2002 eine weitere Aktualisierung
der „potato“ Release freigegeben. Eine
Übersicht der veränderten Pakete (auch bei dieser Release handelt es sich
dabei größtenteils um Sicherheitskritische Veränderungen) ist unter http://http.us.debian.org/debian/dists/Debian2.2r6/ChangeLog
und http://non-us.debian.org/debian-non-US/dists/Debian2.2r6/non-US/ChangeLog
zu finden. Noch vor der Freigabe von Debian 3.0 erschien am 13. Juli 2002 die siebte
Release von Debian 2.2. Diese Revision enthält hauptsächlich
Sicherheits-Aktualisierungen sowie Korrekturen von einigen ernsthaften Fehlern
in der stabilen Distribution. - Debian 3.0
Woody
wurde am 19.07.2002, nach fast zwei Jahren Entwicklungszeit freigegeben.
Der Codename für
diese Version wurde
mit dem Codefreeze von Potato am 15.01.2000
festgelegt. Am 01.07.2001 startete Anthony Towns (der Release Manager
dieser Version) mit folgender Mail die
„Freeze“-Phase dieser Version:
To: debian-devel-announce@lists.debian.org
Subject: Debian 3.0 (woody) Freeze Begins
From: Anthony Towns <ajt@debian.org>
Date: Sun, 1 Jul 2001 11:04:48 +1000
Mail-Followup-To: debian-devel-announce@lists.debian.org
Sender: Anthony Towns <aj@azure.humbug.org.au>
User-Agent: Mutt/1.2.5i
Hello world, and welcome to a new week, a new month, and a new phase of
woody's development cycle.
Welcome to the woody freeze.
As previously proposed, the freeze will proceed in four phases: first
policy will be frozen, followed by the base system, followed by standard
installs, and concluding with the remainder of Debian. The aim of this
first part of the freeze is to finalise our expectations of the release
(what we want packages to look like, what architectures we're going to
release) and to prepare ourselves for the freezing the base system by
ensuring that the base system is releasable.
Note that this does *not* involve a freeze on package development yet:
bugfixes, and new features are still welcome, and will continue being
added to woody in the usual way. What it does mean is that your packages
will be frozen in the near future, so now is probably a good time to
limit yourself to only introducing new features that have already been
heavily tested upstream, and fixing bugs.
In detail, the goals for this phase are:
* Finalise debian-policy: accept any further proposals that woody
packages should concern themselves with; and ensure -policy is a
useful document for people working on quality assurance.
Deadline: final version of debian-policy for woody needs to be
uploaded to the archive by July 21st.
* Finalise our target architectures. As well as alpha, arm, i386,
m68k, powerpc and sparc, we have the opportunity to include ia64
(Intel's new 64bit Itanium architecture), hppa (HP's PA-RISC
architecture), mips and mipsel (SGI and Decstation machines), too.
Requirements for inclusion in woody are fairly simple and have been
met, or are close to being met, by all those architectures. For
reference, they are: a working, relatively stable toolchain,
a usable system (including all of base and standard; and a fair
chunk of optional and extra), and a functional install. (Hurd people,
see below)
Deadline: someone from each architecture that wants to release
needs to mail -release with their current status, and a successful
install report by July 24th.
* Determine whether cryptographic software can be moved from
non-US/main to main. Ben Collins (project leader) is hustling this
through the appropriate avenues.
Deadline: legal advice needs to be obtained by July 21st.
* Ensure the base system is releasable on all architectures:
this means making sure we know what packages, exactly, the base
system consists of on all architectures; and fixing any and all
release critical bugs (ie, with severities critical, grave or
serious) in those packages.
Deadline: base packages need to be free of RC bugs by July 21st.
If all goes well, the next phase will begin on the 1st of August. If
all goes incredibly well, we'll release in November. Ha ha ha.
The main risk that may affect moving on to the next phase is the
possiblity of finding release critical bugs in the base system that
take significant amounts of time to fix.
As you've noticed by a careful analysis of the subject line, the woody
release will be numbered Debian 3.0, in recognition of the large number
of changes made since potato. This is, to put it mildly, a somewhat
controversial decision, but it's one I get to make. Personally, I'm
pretty happy with the way woody's progressing, and I think by the time
it's released it'll easily live up to that number -- and by that I mean
the "3", not the ".0".
On the subject of controversial decisions, one I'm not going to make today
is what to call the release after woody. That one will be made when woody
is released and a new testing distribution is forked from woody. Besides
which, I still haven't gotten around to rewatching Toy Story.
While I may not be too concerned one way or another about the name of the
next release, I do have some ideas about how it might be good to handle
the next release. My overriding goal for this release was to manage to
get a short, controllable freeze; one that we can get over and done with
in a few months, rather than letting it drag on for seven months with no
end in sight, but this came at a cost of letting the development cycle
go on for quite a while: ten and a half months, as it turned out. For
the next cycle (assuming this freeze actually turns out to be relatively
short and controlled), I think it would be interesting to see if we can
do the same thing again, with a short (2 or 3 month) development cycle,
for a 5 to 7 month release cycle.
Which would mean you mightn't need to worry too much about not getting
the neat new feature you were planning on working on into woody, if
that's any consolation.
And on that note, I'm inclined to think Hurd is probably better off
targetting the next freeze, (in, say, six to eight months from today)
rather than woody. In particular, Hurd is at present both a difficult
target to port to (and thus has a quite limited range of software when
compared to the Linux ports of Debian) and isn't able to self install.
In short, the freeze, she is begun. Have at it.
Cheers,
aj
--
Anthony Towns <ajt@debian.org>
Debian Release Manager
|
Am 16. Dezember 2002 folgte die erste Release von Debian 3.0. Hier wurde
einige kleinere Probleme behoben und einige Pakete aktualisiert. Mit der
sofort darauf folgenden Release 1a erschienen einige neu erstellte Pakete auf
den Servern nachdem sich kleinere Probleme ergeben hatten. Die meisten Nutzer
bemerkten dies jedoch garnicht... - Debian 3.1
Als Sarge wird die
folgende Debian Version bezeichnet, die Entwicklung hat begonnen.
Der offene Character der Debian Distribution legt die Vermutung nahe das
die Entwicklung ungeordnet oder gar chaotisch organisiert ist. Das Gegenteil
ist der Fall. Eine fest definierte Struktur legt Aufgabenbereiche,
Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten fest. Folgende Grafik gibt einen
Überblick über de Organisation: Wie schon kurz beschrieben stammen die
Codenamen
der Debian Distribution aus
dem Film „Toy Story“
der Firma Pixar. Folgende Figuren wurden bisher
benutzt:
- buzz
Buzz Lightyear
der Astronaut - rex
der Dinosaurier - bo
Bo Peep
das Mädchen welches das Schaf behütet - hamm
das Schweinchen - slink
Slinky Dog
der Spielzeug Hund - potato
Mr. Potato Head
die Kartoffel - woody
der Cowboy - sarge
der grüne Soldat
Weiterhin wird noch der Name
sid verwendet, dies ist der
Junge von nebenan der Spielzeug zerstört... Der Name Sid wird für die jeweils
in der Entwicklung befindliche Verison verwendet, deshalb steht der Name Sid
auch für „Still in development“.
Debian GNU/Linux stellt in doppelter Hinsicht ein Betriebssystem für alle dar. Die vollkommen freie Verfügbarkeit des Systems macht es auch für den
kleinsten Geldbeutel möglich, an ein umfangreiches System mit
vielen hundert Programmen zu kommen. CD-ROMs
sind schon für wenige Euro erhältlich. Die Preise für Debian GNU/Linux-CDs
liegen meist unter denen anderer Distributionen. Dies liegt nicht
daran, daß Debian GNU/Linux minderwertiger ist. Hinter Debian
steht keine Firma, die Geld verdienen muß, um zu existieren. Das Kopieren der CDs
von Freunden oder Bekannten ist möglich und sogar erwünscht!
Die Lizenz erlaubt die Installation von Debian GNU/Linux auf beliebig
vielen Computern. Ein weiterer Punkt ist die Verfügbarkeit von Debian GNU/Linux für
die unterschiedlichsten
Hardware-Architekturen.
Somit läßt sich
Debian GNU/Linux auf (fast) jedem vorhandenen Computer installieren.
Die Palette reicht hierbei von normalen,
i386 basierten (Intel, AMD,
Cyrix usw.) Maschinen, über
PowerPC
(Apple PowerMac, IBM RS/6000...),
Sun
Sparc und
UltraSparc,
DEC Alpha bis hinunter zu älteren,
auf dem
Motorola 68000er-Prozessor
basierenden Systemen wie
Amiga,
Atari oder ältere Apple-Rechnern, mit mindestens einer
Motorola 68020 CPU und einer MMU (Memory Management Unit), zum
Beispiel Amiga 3000/4000, Macintosh SE/30 usw. Momentan ist Debian GNU/Linux auf folgenden Architekturen verfügbar, bzw. wird
auf diese portiert:
- Intel x86 („i386“)
Die erste Architektur für die Debian GNU/Linux verfügbar war. - IA-64 („ia64“,
http://www.debian.org/ports/ia64/)
Die Intel 64 Bit Architektur, eine relativ neue Portierung. - DEC Alpha („alpha“,
http://www.debian.org/ports/alpha/)
Der erste Release erfolgte mit Debian 2.1. Eine der länger bestehenden
Portierungen, und ziemlich stabil. - ARM („arm“,
http://www.debian.org/ports/arm/)
Wurde mit „potato“ freigegeben. Eine neue Portierung, motiviert
durch Corels interessante NetWinder Maschine. - Motorola m68k („m68k“,
http://www.debian.org/ports/m68k/)
Erster Release mit der Debian Version 2.0. Der am meisten etablierte Port nach dem Intel x86.
Der Debian m68k Port läuft auf einer großen Bandbreite von Computern, die auf der
Motorola 68k Prozessorfamilie basieren - im besonderen die Sun3 Workstationfamilie,
die Apple Macintosh Personal-Computer, und die Atari und Amiga Personal-Computer. - MIPS („mips“,
http://www.debian.org/ports/mips/)
Relative neue Portierung, die in SGI Computern (debian-mips - big-endian) und
Digital DecStations (debian-mipsel - little-endian) verwendet wird. - HP PA-RISC („hppa“,
http://www.debian.org/ports/hppa/)
Eine Portierung von Debian GNU/Linux auf die PA-RISC wurde gerade begonnen.
Die Webseiten des Projektes finden sich unter http://parisc-linux.org/. - Motorola/IBM PowerPC („powerpc“,
http://www.debian.org/ports/powerpc/)
Debian/PowerPC wurde mit Debian 2.2 („potato“) das erste Mal offiziell
veröffentlicht. Die Portierung läuft auf vielen der Apple Macintosh PowerMac
Modellen, den CHRP- und PReP-Rechnern sowie beispielsweise auf einigen IBM
RS/6000 Maschinen. - Sun SPARC („sparc“,
http://www.debian.org/ports/sparc/)
Zum ersten Mal mit Debian 2.1 veröffentlicht. Diese Portierung läuft sowohl auf der
SPARCstation Familie von Workstations, als auch auf einem Teil ihrer Nachfolger
in der Sun4 Architektur. - Sun UltraSPARC („sparc64“,
http://www.debian.org/ports/sparc64/)
Dies ist auch der Beginn einer Portierung auf die Sun UltraSPARC (sun4u)
Workstation-Familie. Dieser 64bit Prozessor hat den Vorteil der
Rückwärts-Kompatibilität mit seinem Vorgänger, so daß die UltraSPARC Portierung
in der Lage sein wird, Sparc Binärfiles auszuführen. - S/390 („s390“,
http://www.debian.org/ports/s390/)
Ein Port von Debian GNU/Linux auf die S/390-Architektur (IBM Großrechner)
wird gerade begonnen.
Weitere Portierungen des Debian GNU Systems, die nicht die Hardware betreffen
sondern statt dem Linux Kernel einen alternativen Kernel benutzen, sind:
- Debian GNU/Hurd („hurd-i386“,
http://www.debian.org/ports/hurd/)
GNU Hurd ist eine völlig neues Betriebssystem, das von der GNU Gruppe aufgebaut wird.
In der Tat ist GNU Hurd die letzte Komponente, die es möglich macht, ein komplettes
GNU Betriebssystem aufzubauen - und Debian GNU/Hurd wird ein solches
(vielleicht sogar das Erste) GNU Betriebssystem sein. Das gegenwärtige Projekt
ist auf der i386 Architektur aufgebaut. - Debian GNU/NetBSD,
(http://www.debian.org/ports/netbsd/)
Dies ist eine Portierung des Debian Betriebssystems inklusive apt, dpkg und GNU-Software
auf den NetBSD-Kernel. Sie befindet sich im Augenblick in einem sehr vorläufigem Stadium,
aber da NetBSD ein Produktionslevel-Kernel ist, sollte sich die Verwendbarkeit von
Debian GNU/NetBSD sehr rasch entwickeln. Im Augenblick ist Debian GNU/NetBSD für
Intel x86 am weitesten fortgeschritten, aber die Arbeit an der Unterstützung für
Alpha-basierende Computer hat bereits begonnen. - Debian GNU/MiNT,
(http://debian-mint.nocrew.org/)
Dies ist eine experimentelle Portierung von Debian auf Basis des MiNT-Kernels,
ein Unix-artiger Kernel für Atari m68k Computer. - Debian Beowulf,
(http://www.debian.org/ports/beowulf/)
Obwohl nicht wirklich eine Portierung, so wird Beowulf doch ein Ersatz für viele
Großrechner in Forschung und Entwicklung sein. Dieses Projekt
arbeitet daran, Beowulf-Cluster unter Debian laufen
zu lassen.
Die Installation unterscheidet sich auf den verschiedenen Architekturen
nur in der Aufteilung der Festplatte sowie im ersten Starten des Linux Kernels.
Sobald das Debian GNU/Linux-Installationsprogramm gestartet ist, gestaltet
sich die weitere Installation auf allen Architekturen gleich. In diesem Buch werden
die notwendigen Schritte für einige Architekturen
beschrieben. Natürlich gibt es, durch die unterschiedliche Hardware der verschiedenen
Architekturen, einige Details zu beachten, aber dies ist auch bei
unterschiedlichen i386-basierten
Systemen der Fall. Beispielsweise
trifft man bei der i386er-Familie auf diverse verschiedene
Typen von Mäusen. Verbreitet sind hier Geräte mit seriellen und mit
PS/2-Anschlüssen. Auf Apple Macintosh
(m68k und powerpc) wird die Maus über den sogenannten ADB-Anschluß
versorgt, die entsprechende Gerätedatei hierzu ist
/dev/adbmouse. Man sollte sich also keinesfalls von der Lektüre dieses Buches
oder der Installation von Debian GNU/Linux abhalten lassen, auch wenn
man keinen i386-basierten
Computer sein eigen nennt... Debian GNU/Linux wird aber auch den verschiedenen Ansprüchen an freie Software
gerecht. Wenn Sie ein System mit 100% freier Software aufsetzen wollen, so wird Sie
Debian GNU/Linux dabei unterstützen. Alle
Programme im Bereich main
sind von den Maintainern (Betreuern) der Pakete geprüft und
entsprechend der Lizenz in diesen Bereich aufgenommen worden. Pakete in
diesem Bereich unterliegen beispielsweise keinerlei Einschränkungen in der
Nutzung oder in der Verteilung. Sie können diese zur Entwicklung von
Gentechnik verwenden und diese Software in jedes Land der Welt exportieren
oder von dort importieren. Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob
man Gentechnik unterstützen will oder nicht, die Lizenz zur Software
läßt Ihnen aber jeden Weg frei... Die Debian Distribution ist allgemein als qualitativ sehr hochwertig
anerkannt. Administratoren die bereits auf Debian setzen wissen die
Vorteile zu schätzen. Trotzdem kommt es häufig zu Diskussionen warum dieser
Distribution der Vorzug gegenüber anderen, kommerziellen Distributionen
gegeben werden sollte. Insbesondere bei strategischen Entscheidungen,
beispielsweise der Umstellung oder Aktualisierung von einer großen Anzahl von
Systemen, können die folgenden Fakten als Argumentationsgrundlage helfen. Das Debian Team hat die Vorteile von Debian auf der Webseite http://www.debian.org/intro/why_debian
zusammengefasst.
- Debian wird von den Benutzern gewartet
Das komplette Debian System wird von den Benutzern selber entwickelt. Einige
hundert Entwickler betreuen jeweils ein oder mehrere Programmpakete die auch
von dem jeweiligen Entwickler selbst eingesetzt werden. Daraus resultiert ein
hohes Interesse an der Funktions- und Integrationsfähigkeit eines jeden
Paketes. Sollte dennoch ein Problem auftauchen so wird der Entwickler mit
Sicherheit ein hohes, persönliches Interesse an der schnellen Beseitigung des
Problems haben. - Zuverlässigkeit zuerst
Debian setzt auf eine konservative Auswahl von Komponenten. Es ist wichtiger
das das Gesamtsystem in jedem Fall funktioniert, auch wenn dafür an manchen
Stellen auf etwas Komfort verzichtet werden muß. Als Beispiel sei hier die
Verwendung des Kernels 2.2.x auch noch in der Debian Release 3.0 genannt. Auf
den Einsatz des Kernels in der Version 2.4.x wurde verzichtet da das Team der
Meinung ist das die neue Version noch nicht ausgereift genug ist und auch der
Kernel 2.2 alle notwendigen Funktionen mitbringt. Natürlich stehen Pakete mit
dem Kernel 2.4 zur Verfügung, diese können bei Bedarf einfach installiert
werden. - Lange Releasezyklen
Die Lebensdauer einer Debian Version beträgt bisher mindestens ein Jahr.
Debian 2.2 (potato) „überlebte“ sogar über 18 Monate. Dies
bedeutet einen guten Investitionsschutz in die geleistete Arbeit. Natürlich
bedeutet dies nicht das diese Version veraltet oder gar unsicher ist,
Softwareupdates werden umgehend bei Bedarf zur Verfügung gestellt und können
sehr einfach installiert werden. - Sicherheit
Debian nimmt die Sicherheit sehr ernst. Der grösste Teil der Probleme, auf
die das Team aufmerksam wird, ist innerhalb von 48 Stunden korrigiert. Die Erfahrung zeigt, dass „Sicherheit durch
Verschleierung“ (englisch: „security trough obscurity“)
nicht funktioniert. Die öffentliche Entschleierung erlaubt es, bessere
Lösungen für Sicherheits-Probleme schneller zu finden. Die Seite http://www.debian.org/security/
zeigt den Stand von Debian in bezug auf verschiedene bekannte Sicherheits-Mängel,
die auch Debian betreffen könnten. Um die neuesten Debian Sicherheitsgutachten zu erhalten, tragen Sie sich in die
debian-security-announce
Mailing-Liste ein. Sie können apt verwenden, um ganz einfach
die neuesten Sicherheitsupdates einzuspielen. Bitte schicken Sie sicherheitsspezifische Fehlermeldungen an security@debian.org.
(Entwickler mögen die Mailing-Listen „debian-security“ und
„debian-security-private“ verwenden, um die Mitglieder des
Security Teams über Probleme in ihren Paketen zu informieren.) - Einfach Installation
Wenn Sie gehört haben, Linux und speziell Debian sei schwierig zu installieren,
dann haben Sie noch keine aktuelle Debian-Version ausprobiert. Der
Installations-Vorgang wird stetig verbessert. Sie können die Installation direkt von
DOS, von CD oder über das Netzwerk vornehmen. Die Beschränkung auf den
kleinsten gemeinsamen Nenner garantiert die Funktion auf jeder Hardware. - Upgradefähigkeit
Ein Debian GNU System kann mit verschiedenen Methoden auf eine
neue Version (beispielsweise von 2.2 auf 3.0) aktualisiert werden. Dies kann
per CD-ROM oder per Netzwerk von einem Server erfolgen. Ein Neustart des
Systems ist dabei nicht erforderlich. Auch Aktualisierungen über mehrere
Versionen hinweg, beispielsweise von 1.3 direkt auch die Version 3.0, sind
durch das ausgereifte Paketmanagement möglich. Dies ist im kommerziellen
Umfeld ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da so bestehende Systeme mit
einer minimalen Downtime auf den aktuellen Stand gebracht werden können. Vergleiche mit andere Distributionen haben gezeigt das dies ein einmaliges
Feature von Debian ist. - Verfügbarkeit
Debian ist nicht nur auf CD-ROMs verfügbar. Über 150 FTP Server weltweit
stellen diese Distribution zur Verfügung, einer davon steht sicher auch in
Ihrer Nähe. Ein Liste finden Sie unter
http://www.debian.org/misc/README.mirrors. - Architekturen
Debian ist für die verschiedensten Hardwarearchitekturen verfügbar und
unterstützt neben dem Linux Kernel beispielsweise auch den Hurd-Kernel
(siehe Debian für alle!) Ein Administrator eines heterogenen Netzwerkes hat damit den Vorteil das
gleiche Betriebssystem und sogar die gleiche Version auf allen Maschinen
betreiben zu können. Dies senkt den Wartungsaufwand deutlich. - Große Auswahl an Software-Paketen
Debian beinhaltet fast 7000 verschiedene Software-Pakete. Jedes einzelne
Stück ist freie Software. Wenn Sie kommerzielle Software einsetzen, die
unter Linux läuft, dann können Sie diese immer noch benutzen - es kann
sogar sein, dass es eine Installations-Routine in Debian gibt, die die
Software automatisch installiert und einrichtet. - Klare Trennung von Nicht-Freier Software
Debian legt großen Wert auf den Einsatz von Freier Software. Sie können sicher
sein das ausschliesslich Freie Software auf Ihrem System installiert wird,
wenn Sie dieses System im kommerziellen Einsatz betreiben oder Systeme an
Kunden verkaufen, so müssen Sie sich nicht um Lizenzen kümmern. Software die
nicht unter einer Lizenz steht die den Anforderungen an Freie Software gerecht
wird, kann natürlich auch eingesetzt werden, hierfür wurde der Bereich
„non-free“ eingerichtet. - Integration
Debian Pakete sind sehr gut in das Gesamtsystem integriert. Diverse Programme
und Werkzeuge tragen zu einem konsistenten und aufgeräumten System bei. Die Basis hierfür sind fein abgestimmte Abhängigkeiten (dependencies) zwischen
den Paketen. Das Menüsystem, welches alle populären Programme in die Menüs der
verschiedenen Windowmanager integriert, die Dokumentation zu allen Paketen
welche sowohl auf der Kommandozeile als auch über Web verfügbar ist und die
Unterstützung von verschiedenen Versionen eines Programmes (beispielsweise
mehrere vim Versionen) machen Debian einmalig. Die Installation eines Paketes erzwingt durch die definierten Abhängigkeiten
auch die Installation der benötigten Bibliotheken. Nicht-funktionierende Pakete
nach der Installation gibt es somit unter Debian GNU nicht. Die übersichtliche Implementation der SysV Bootscripte vereinfacht die
Administration und erleichtert die Fehlersuche. Updates werden so ebenfalls
einfacher, auch wenn selber Veränderungen an den Scripten vorgenommen wurden. Zusätzlich können update-rc.d und rc
benutzt werden um die SysV Initscripte durch eigene zu ersetzen. - Quellcode
Für alle Pakete in der Distribution ist der Quellcode (Source) verfügbar. Die
gesamte Distribution ist Freie Software nach den Debian Free Software
Guidelines (Die Debian-Richtlinien für freie Software) das bedeutet,
jeder kann Pakete verbessern und weitergeben. Der Quellcode der Pakete und die von Debian Team vorgenommenen Veränderungen
werden in getrennten Dateien gehalten. Somit ist es nicht notwendig die
kompletten Quellen zu besorgen wenn ein neues Debian Paket erstellt werden
soll. Dies ist insbesonderen bei großen Paketen (emacs, XFree86, gcc usw.)
wichtig und kann einiges an Kosten sparen. - Hohe Qualität
Die Betreuer (Maintainer) der Pakete haben ein hohes presönliches Interesse an
den von ihnen betreuten Paketen. Die meisten von ihnen betreuen ein solches
Paket weil sie es selber einsetzen. Das Ergebnis sind Pakete von höchster
Qualität, die von hochmotivierten und technisch versierten Personen erstellt
werden. Insgesamt führt dies zu einer hochqualitativen Distribution. - Vorkonfiguration
Jedes Debian Paket ist bereits sinnvoll vorkonfiguriert. Dadurch ist jedes
Paket sofort nach der Installation einsatzbereit. Natürlich kann auch jedes
Paket noch nachträglich von Hand konfiguriert werden. Die vorgenommenen
Änderungen werden bei einem Update beibehalten. - Fehlerdatenbank
Das Bug Tracking System verwaltet alle bekannten Fehler in der Debian
Distribution und ist öffentlich zugänglich. In den meisten Fällen werden Fehler
in wenigen Tagen beseitigt. Es wird nicht versucht, die Tatsache, dass Software nicht immer so funktioniert
wie sie soll, zu verheimlichen. Benutzer können Fehlerberichte einschicken und
werden informiert, wenn der Fehlerbericht abgeschlossen wird. Dieses System
erlaubt es dem Debian Team, auf Probleme sehr schnell und ehrlich zu
reagieren. Die Geschichte zeigt, dass das Prinzip „Sicherheit durch
Undurchschaubarkeit“ („security through obscurity“) nicht
funktioniert. - Qualitätssicherung
Das Debian Projekt legt mehr Wert auf Qualität und Stabilität als auf schnelle
Neuerscheinungen. Wenn eine neue Debian Version erscheint sind alle
schwerwiegenden Fehler beseitigt und es wurde eine ausgiebige Testphase
durchlaufen. Die gesamte Distribution wird von den Entwicklern und von interessierten
Benutzern vom Anfang der Entwicklung an getestet. Die gesammte
Entwicklungsversion steht während der gesamten Entwicklungszeit
zum Download bereit. Einen Überblick über den aktuellen Stand der Pakete in Bezug auf bekannte
Fehler kann man sich auf den Webseiten der „Debian Quality
Assurance“ unter bugs.debian.org verschaffen. - Remote Administration
Das gesamte Debian GNU System kann remote Administriert werden. Dies umfasst
sowohl die Konfiguration und die Paketverwaltung als auch das hinzufügen und
löschen von Paketen. Dieses einmalige Feature von Debian kann ohne einen Reboot des Systems zur
Aktualisierung eines Systems genutzt werden. Lediglich die grade aktualisierten
Dienste stehen unter Umständen für einige Minuten nicht zur Verfügung. - Syslog
Debian benutzt auch für die Logdateien der Programme eine einheitliche
Struktur. Sie werden in den Dateien im Verzeichnis
/var/log/ die Einträge finden die Sie dort erwarten. - Support
Debian hat kein Büro in irgendeinem Land dieser Welt mit einem Supportteam.
Dies hat sich als großer Vorteil erwiesen, da alle Fragen auf den Mailinglisten
innerhalb weniger Stunden beantwortet werden. Die Verantwortung für den Support wird somit von der Gemeinschaft der Debian
Benutzer getragen und nicht in fremde Hände gegeben. Ein Frage, die Sie an eine der Mailing-Listen schicken, wird oft innerhalb
einer Viertelstunde beantwortet, gratis und durch Entwickler. Vergleichen Sie das
mit typischem Telefon-Support: Stunden am Telefon verbracht, gegen teureres Geld
und nur um jemanden an den Draht zu bekommen, der das System nicht mal genügend
gut kennt, um Ihre Frage zu verstehen.
Auch wenn man die Größe betrachtet liegt die Debian Distribution ganz
vorne. Hierbei bezieht sich Größe nicht nur auf die Anzahl der Pakete sondern
auch auf die Anzahl der Codezeilen der Pakete. Ein Team von spanischen Debian
Benutzern hat sich die Mühe gemacht verschiedene Daten zur Potato Release
zsammenzutragen. Die Ergebnisse wurden bereits in verschiedenen Magazinen
veröffentlicht und sind natürlich auch im Web unter http://people.debian.org/~jgb/debian-counting/ einzusehen. Debian GNU/Linux wird als Basis von einigen kommerziellen Distributionen
eingesetzt. Die Hersteller ergänzen Debian an einigen Punkten wie zum Beispiel
bei der Installation und legen ein gedrucktes Handbuch bei. Support vom
Hersteller via Telefon oder E-Mail wird teilweise ebenfalls geboten. Dem Open Source Gedanken entsprechend stellen die Hersteller Teile oder auch
die gesamten Eigenentwicklungen wieder als Freie Software zur Verfügung. Einige
dieser Entwicklungen sind auch bereits in die Debian GNU/Linux Distribution
eingeflossen. Natürlich gibt es auch einige Distributionen die auf Debian basieren und
ebenfalls freie Software sind. Die solide Basis von Debian ist in allen
Entwicklerlagern hochgeschätzt. Natürlich stellen die Entwickler während der Arbeit an dem Produkt auch Fehler
in der Software oder in den Debian Paketen fest. Auch diese Ergebnisse werden
gemeldet bzw. von en Entwicklern gleich gefixt und fliessen wieder in das
Gesamtprojekt ein. Folgende Distributionen basieren aus Debian GNU/Linux:
Das Debian Logo ist in zwei Versionen, einer offiziellen und einer
öffentlichen, verfügbar. Die öffenliche Version kann immer verwendet werden
wenn auf das Debian Projekt verwiesen werden soll. Ein Link auf die Webseite
des Projektes sollte dabei selbstverständlich sein. Das Offizielle Logo darf nur im Zusammenhang mit Produkten eingesetzt werden
die mittels einer dokumentierten Prozedur hergestellt wurden, beispielsweise
die offiziellen Debian CD-ROMs, oder wenn eine besondere Genehmigung vom
Projekt vorliegt. Beide Logos finden sich in den verschiedensten Formaten auf der Seite
http://www.debian.org/logos/. Weiterhin ist das Debian Logo auch im ASCII Format verfügbar. Diese Version
kann beispielsweise als Ersatz für die Datei /etc/issue
dienen. Farbige ASCII-Versionen des Logos finden sich zum Beispiel unter
http://people.debian.org/~arthur/debian-issue.sh und
http://people.debian.org/~jaqque/debian-issue.sh . Hier eine einfache Version:
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