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Rotfuchs (Vulpes vulpes)
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Erstellt/Bearbeitet: 14-Apr-2005/10-Jan-07
Systemzeit: Donnerstag, 24.07.2008, 13:18:43.
Home : Canidae : Vulpini : Vulpes : Vulpes
Übersicht
Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist in Mitteleuropa der
einzige Vertreter der Füchse und ist daher meistens als »der Fuchs«
schlechthin bekannt. Er ist in Europa der häufigste Wildhund.
| Rotfuchs |
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Rotfuchs (Vulpes vulpes) |
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Systematik |
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Ordnung: |
Raubtiere (Carnivora) |
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Überfamilie: |
Hundeartige (Canoidea) |
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Familie: |
Hunde (Canidae) |
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Tribus: |
Echte Füchse (Vulpini) |
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Gattung: |
Vulpes |
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Art: |
Rotfuchs (Vulpes vulpes) |
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Merkmale
Ein Rotfuchs ist etwa 75 Zentimeter lang (Kopfrumpflänge), hinzu
kommen 40 Zentimeter Schwanz. Bis zur Schulter steht er 40 Zentimeter
hoch, sein Körpergewicht beträgt etwa 7 Kilogramm. Das Fell ist
oberseits rot und unterseits weiß gefärbt; der Farbton kann dabei mit
dem Verbreitungsgebiet variieren, oberseits zwischen rötlichgelb und
tiefrotbraun, unterseits zwischen rein weiß und schiefergrau. Schwarz
sind die unteren Teile der Beine.
Daneben gibt es abweichende Farbvarianten, so zum Beispiel den
Kreuzfuchs, der einen schwarzen Streifen auf dem Rücken trägt. Der
Silberfuchs, eine andere Farbvariante, ist dunkelgrau bis schwarz
gefärbt.
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet ist sehr groß und umfasst Europa, die
gemäßigten und subtropischen Bereiche Asiens, Afrika nördlich der Sahara
und Nordamerika. Im 19. Jahrhundert wurde der Fuchs außerdem in
Australien eingeführt, wo er zu einem schweren ökologischen Problem
geworden ist.
Lebensraum
Der Nahrungsopportunist Rotfuchs stellt an seinen Lebensraum keine
besonderen Anforderungen. Wälder, Grasland, Äcker und in jüngerer Zeit
zunehmend Vorstädte sind alles geeignete Lebensräume für den Rotfuchs.
Die zunehmende Eroberung von städtischen Lebensraum durch Füchse ist
seit den 1940er Jahren belegt und wurde zuerst in Großbritannien
festgestellt. Heute geht man davon aus, dass in Großbritannien aufgrund
der Kriegsbedingungen und der damit einhergehenden reduzierten Jagd die
Fuchsbestände so anwuchsen, dass Jungfüchse als Besiedlungsgebiet nur
noch städtischer Lebensraum zur Verfügung stand. Diese Entwicklung wurde
dadurch unterstützt, dass in Großbritannien die Tollwut fehlt und damit
die Sterberate unter den Füchsen niedriger lag als auf dem europäischen
Festland.
Mit zeitlicher Verzögerung hat diese Entwicklung allerdings auch auf
dem europäischen Festland eingesetzt. In Berlin befand sich
beispielsweise ein Fuchsbau mitten in Kreuzberg unter der Außentreppe
eines Polizeireviers. Im Berliner Botanischen Garten sind gelegentlich
sogar spielende Jungfüchse am hellichten Tag zu sehen.
Während Füchse im Stadtleben eine sinnvolle Funktion wahrnehmen, dort
sowohl Kaninchen bejagen als auch dazu beitragen, die Rattenpopulation
etwas zu reduzieren und als Aasfresser im Straßenverkehr verendete
Stadttauben beseitigen, stellen sie für Zoos mittlerweile ein Problem
dar. So wurden im Basler Zoo beispielsweise eine Zeitlang fast im
Wochenrhythmus von Füchsen Flamingos gestohlen und gefressen.
Um Verluste zu vermeiden, müssen Zoogehege rund um Pinguine,
Ententeiche und Flamingos mittlerweile vor allem so gebaut werden, dass
sie das Eindringen von Füchsen nach Möglichkeit verhindern.

Lebensweise
Rotfüchse sind Allesfresser. Ihre Hauptnahrung sind Nagetiere;
daneben fressen sie alle Arten kleiner Tiere sowie pflanzliche Stoffe
und Aas. Die Beutetiere sind neben Mäusen vor allem Gelege der
Bodenbrüter, Enten, Hühnervögel, Hasen, Insekten, Fische, selten
Rehkitze und noch seltener Wildschweinfrischlinge, aber nur in Notzeiten
Reptilien und Amphibien. Oft besungen ist die Vorliebe des Fuchses für
Gänse, aber in Wahrheit sind diese als Beutetiere zu groß, und nur junge
Gänse werden überwältigt. Dagegen brechen Füchse öfters in Hühnerställe
ein rauben ein Huhn. Bei der Mäusejagd steht der Fuchs zunächst
bewegungslos und springt sie dann überraschend auf eine Weise an, dass
seine Vorderpfoten das Beutetier treffen.
Der Bau ist das Zentrum eines Territoriums, das 5-20 km² umfassen
kann. Oft gräbt der Fuchs nicht selbst einen Bau, sondern übernimmt Baue
von Dachsen oder Kaninchen. Ein Bau wird oft für viele Generationen
verwendet.
Der Rotfuchs ist nur bei starkem Jagddruck nachtaktiv. Für einen
großen Teil des Jahres lebt er paarweise. Die Tragzeit beträgt etwa
fünfzig Tage; anschließend kommen im Schnitt fünf, selten ein bis
dreizehn Junge zur Welt. Die Fuchswelpen sind anfangs blind und tragen
ein wolliges, graubraunes Haarkleid. Sie werden drei Wochen lang gesäugt
und verlassen nach Ablauf eines Monats erstmals den Bau. Zu diesem
Zeitpunkt haben sie das Fell bereits gewechselt und haben die
fuchstypische rote Farbe. Fuchsrüden sind bei der Jungenaufzucht
behilflich, indem sie Beute zum Weibchen an den Bau bringen. Kommt ein
weiblicher Fuchs auf irgendeine Weise ums Leben, führt manchmal das
Männchen die Versorgung der Welpen fort.

Mensch und Fuchs
In der Fabel hat der Rotfuchs seit den Zeiten des Äsop den Ruf,
schlau und listig zu sein. In deutschen Tierfabeln trägt er oft den
Beinamen „Reineke“. Auch in Japan spielt der Rotfuchs eine Rolle in
Mythologie und Fabel; siehe Kitsune.
Heute ist der Rotfuchs für den Menschen ein Pelzlieferant. In
Pelztierfarmen werden vor allem die seltenen Farbschläge der
Silberfüchse und Kreuzfüchse gezüchtet. Außerdem spielt der Fuchs in der
Jagd eine große Rolle; besonders umstritten ist die Fuchsjagd in
Großbritannien, wo die Art ihrer Durchführung zum Streitthema zwischen
Tierschützern und Jägern geworden ist.
Der Fuchs wird als Aasfresser relativ häufig von Tollwut befallen. Im
Jahr 1999 waren 77 % aller in Deutschland gemeldeten Tollwutfälle
erkrankte Füchse. Die behördlich durchgeführte großflächige Ausbringung
von Tollwut-Impfködern hält die Tollwut in Grenzen, im Gegensatz zur
Bejagung des Fuchses, die in der Vergangenheit vielerorts eher eine
erhöhte Ausbreitungsgeschwindigkeit der Tollwut zur Folge hatte.
Des Weiteren ist der Rotfuchs einer der wichtigsten Wirte im
Lebenszyklus des Fuchsbandwurmes.

Literatur
Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Verlag Paul Parey 1990. ISBN
349033812-X
Günter Tembrock: Zur Ethologie des Rotfuchses unter besonderer
Berücksichtigung der Fortpflanzung. Zool. Garten Leipzig, 23 (1957), S.
289-532
Günter Tembrock: Spielverhalten beim Rotfuchs. Zool. Beitr. Berlin, 3
(1958), S. 423-496
Günter Tembrock: Zur Strukturanalyse des Kampfverhaltens bei Vulpes.
Behaviour, 19 (1962), S. 261-282
Cord Riechelmann; Wilde Tiere in der Großstadt, Nicolaische
Verlagsbuchhandlung Berlin, 2004, ISBN 3-89479-133-0
Quelle und Lizenz
Anmerkungen
| | | |  | | AW: pitbull | heyja darf man pitbull haben aber du net erst ab 18 jahren also verpiss dich | Mai 30, 12:03 |
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| | |  | | AW: pitbull | yja mann darf , aber werd erst mal erwachsen !! ist keine einfache rasse | Apr 3, 22:59 |
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| |  | | AW: AW: pitbull | Ja noch.Aber ,am versucht diese hunde zu verbieten leider. | Feb 22, 15:44 |
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Vulpes vulpes |
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