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Le nozze di Figaro (UA )
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20-Mar-2005/11-Jan-07
Übersicht
Le nozze di Figaro (deutscher Titel: Die Hochzeit des
Figaro oder Figaros Hochzeit) ist eine Oper von
Wolfgang
Amadeus Mozart.
Das italienische Libretto stammt von Lorenzo Da Ponte und basiert auf
der Komödie La folle journée ou Le mariage de Figaro von
Beaumarchais aus dem Jahr 1781, dessen Aufführung verboten war, da in
dem Stück die unerträglichen Verhältnisse im vorrevolutionären
Frankreich deutlich aufgezeigt wurden. Die Fassung von Da Ponte und
Mozart konnte jedoch unbeanstandet aufgeführt werden, da der
(italienische) Text moderater war, obwohl von dem für die damalige Zeit
brisanten Inhalt keine Abstriche gemacht wurden.
Die Uraufführung des Werkes fand am 1. Mai 1786 im Wiener Burgtheater
statt.
Personen
- Graf Almaviva (Bariton)
- Gräfin Almaviva (Rosina) (Sopran)
- Figaro, Kammerdiener (Bass)
- Susanna, Mündel und Kammerzofe der Gräfin, Figaros Verlobte
(Sopran)
- Cherubino, Page des Grafen und Barbarinas Verlobter (Sopran)
- Marcellina, Beschließerin im gräflichen Schloss (Mezzosopran)
- Bartolo, Arzt (Bass)
- Basilio, Musikmeister der Gräfin (Tenor)
- Don Curzio, Richter (Tenor)
- Antonio, Gärtner und Susannas Onkel (Bass)
- Barbarina, Tochter des Antonio (Sopran)
- Zwei Frauen
- Chor der Landleute (Coro di Contadini)
Handlung
Ort und Zeit: Schloss des Grafen Almaviva, Sevilla, um 1780
Die Handlung der Oper ist die direkte Fortsetzung von Beaumarchais’ Le
barbier de Seville (Der Barbier von Sevilla). Rosina ist nun die Gräfin
Almaviva; ihr Mann, kein Muster an Tugend, bemüht sich um die Liebe von
Antonios Tochter Barbarina. Als er entdeckt, dass der frühere Page Cherubino
sein Rivale ist, versucht er ihn loszuwerden, indem er ihm ein
Offizierspatent verschafft. Figaro ist in den Dienst des Grafen getreten und
trifft gerade die Vorbereitungen für seine Hochzeit mit Rosinas Mündel
Susanna. Die Rolle des Cherubino wird von einer Frau gesungen (eine so
genannte Hosenrolle).
1. Akt
Ein Zimmer im Schloss. Figaro misst den Raum aus, um die Möbel zu
stellen. Susanna probiert vor dem Spiegel einen Hut an (Heutzutage wird, um
der französischen Vorlage näher zu kommen, der Hut durch einen Brautschleier
ersetzt) (Duett: "Cinque, dieci, venti, trenta, trentasei, quarantatre" -
"Fünf, zehn, zwanzig, dreißig, sechsunddreißig"). Sie reden über die Zukunft
(Duett: "Se a caso madama la notte ti chiama." - "Sollt' einstens die Gräfin
des Nachts dir schellen"). Susanna ärgert sich über Almavivas Galanterie,
wird aber durch Figaro beruhigt (Arie: "Se vuol ballare Signor Contino" -
"Will einst das Gräflein ein Tänzchen wagen"). Dr. Bartolo tritt auf, der
von Marcellina, der Haushälterin, engagiert wurde, um Klage gegen Figaro
vorzubringen, der ihr zuvor die Ehe versprochen habe, um eine Schuld
abzulösen (Bartolos Arie: "La vendetta, oh, la vendetta! - Süsse Rache, du
gewährest hohe Freuden"; Duett zwischen Marcellina und Susanna: "Via resti
servita, Madama brillante" - "Nur vorwärts, ich bitte, Sie Muster von
Schönheit"). Cherubino erscheint und bittet Susanna um Fürsprache beim
Grafen, weil er das Schloss nicht verlassen will (Arie: "Non so più cosa
son, cosa faccio" - "Neue Freuden, neue Schmerzen"). Als der Graf und
Basilio auftreten, versteckt er sich, und Susanna täuscht eine Ohnmacht vor;
in dem Durcheinander springt Cherubino auf einen Stuhl und versteckt sich
unter einem Kleid (Terzett: "Cosa sento! Tosto andate, e scacciate il
seduttor" - "Wie? Was hör' ich? Unverzüglich geh und jage den Bösewicht
gleich fort"). Der Graf entdeckt ihn, und er wird nur durch den Auftritt der
Landleute von einer Bestrafung verschont (Chor: "Giovani liete, fiori
spargete" - "Muntere Jugend, streue ihm Blumen"). Der Graf zwingt Cherubino,
sich auf den Weg zur Armee zu machen, und Figaro gibt ihm gute Ratschläge
mit auf den Weg (Arie: "Non più andrai, farfallone amoroso" - "Dort vergiss
leises Flehn, süsses Wimmern").
2. Akt
Zimmer der Gräfin. Die Gräfin beklagt des Grafen Untreue (Arie: "Porgi,
amor, qualche ristoro" - "Heil'ge Quelle reiner Triebe"). Susanna lässt
Cherubino herein, und sie fahren fort, ihn in Frauenkleider zu stecken,
damit er so die Hochzeit abwarten kann (Arie des Cherubino: "Voi che sapete
che cosa è amor" - "Ihr, die ihr Triebe des Herzens kennt"). Sie frisieren
seine Haare (Susannas Arie: "Venite, inginocchiatevi" - " Komm näher, knie
hin vor mir"). Der Graf kommt an, Cherubino flieht in das Nachbarzimmer, in
das der Graf ebenfalls hinein will, nachdem er jemanden darin gehört hat.
Die Gräfin sagt, es sei nur Susanna, und der Graf verlässt mit der Gräfin
die Bühne, nachdem er alle Türen abgeschlossen hat, um auf einem anderen Weg
ins Nachbarzimmer zu gelangen (Terzett: "Susanna, or via, sortite, sortite,
io così vo'" - "Nun, nun, wird's bald geschehen? Susanna, komm heraus",
Duett: "Consorte mia, giudizio" - "Frau Gräfin, darf ich bitten?"). Susanna
befreit Cherubino (Duett: "Aprite, presto, aprite; aprite, è la Susanna" -
"Geschwind die Tür geöffnet, geschwind, ich bin Susanna!"), der aus dem
Fenster springt, und sie betrifft den Raum, aus dem er geflohen ist. Graf
und Gräfin kommen zurück. Er denkt, Cherubino habe sich versteckt, findet
aber zu seinem Erstaunen nur Susanna vor (Finale: "Esci omai, garzon
malnato, sciagurato, non tardar" - "Komm heraus, verworfner Knabe!
Unglücksel'ger, zaudre nicht!"). In der Zwischenzeit versucht Figaro, der
die Zudringlichkeiten des Grafen fürchtet, ihn durch einen anonymen Brief
vom Erscheinen auf seiner Hochzeit abzuhalten, aber von der Gräfin befragt,
gesteht er, dass er der Verfasser ist. Als der Gärtner Antonio einen Brief
bringt, von dem er sagt, er sei von einem Mann fallen gelassen worden, der
aus dem Fenster floh, behauptet Figaro, dass er bei Susanna gewesen sei. Das
Dokument erweist sich jedoch als Cherubinos Ernennung zum Offizier, und
Figaro gelangt aus der Klemme, indem er es dem Grafen präsentiert, damit
dieser sein noch fehlendes Siegel anbringt. Marcellina, Bartolo und Basilio
treten auf und Marcellina bringt ihre Klage über Figaro vor. Die Hochzeit
wird verschoben, damit der Graf den Vorwurf untersuchen kann.
3. Akt
Der Festsaal. Der Graf ist aufgrund der vorangegangenen Ereignisse
verwirrt, und auf Bitte der Gräfin stimmt Susanna zu, ihn im Garten zu
treffen. Zuvor jedoch tauscht sie mit der Gräfin die Kleidung (Duett:
"Crudel! Perché finora farmi languir così?" - "So lang' hab' ich
geschmachtet"). Susanna flüstert Figaro zu, dass der Erfolg nun sicher sei
und sein Rechtsstreit gewonnen. Der Graf ist verärgert (Arie: "E un ben
ch'invan desio" - "Ich soll ein Glück entbehren"). Es folgt die Szene im
Hof, in der sich herausstellt, dass Figaro der uneheliche Sohn von
Marcellina und Bartolo ist, so dass er die Haushälterin gar nicht heiraten
kann (Sextett Almaviva, Figaro, Don Curzio, Bartolo, die Gräfin und Susanna:
"Riconosci in questo amplesso" - "Lass mein liebes Kind dich nennen"). Die
Gräfin bleibt alleine zurück (Rezitativ und Arie: "E Susanna non vien" -
"Und Susanna kommt nicht"), als das Mädchen ankommt und berichtet, dass
alles gut verlaufe. Die Gräfin diktiert einen Liebesbrief, den Susanna
absenden soll (Duett: "Sull'aria..." - " Nun, soll ich?"). Der Graf soll die
Nadel zurücksenden, die den Brief zusammenhält, um den Empfang zu
bestätigen. Ein Chor von jungen Bauern, unter ihnen Cherubino, singt der
Gräfin ein Lied ("Ricevete, oh padroncina" - "Gnäd'ge Gräfin, diese Rosen").
Der Graf tritt mit Antonio auf, entdeckt den früheren Pagen, braust auf,
wird aber durch Susannas Brief beruhigt. Er verletzt sich seinen Finger mit
der Nadel, was ihn weiter ärgert (Marsch und Finale: "Ecco la marcia,
andiamo" - "Lasst uns marschieren! In Ordnung!"). Der Akt schließt mit einer
Einladung zum abendlichen Fest. (Chor: "Amanti costanti, seguaci d'onor" - "
Ihr treuen Geliebten, mit Kränzen geschmückt").
4. Akt
Im Garten (vorher manchmal eine Szene im Korridor). Den Anweisungen im
Brief folgend, hat der Graf Barbarina mit der Nadel geschickt, die sie aber
verloren hat (Arie: "L'ho perduta... me meschina" - "Unglücksel'ge kleine
Nadel"). Figaro erfährt dessen Bedeutung von Barbarina. Aus Eifersucht
bringt er Bartolo und Marcellina dazu, auch in den Garten zu kommen, um bei
dem Gespräch zwischen dem Grafen und Susanna anwesend zu sein. Marcellina
informiert Susanna über diesen Plan (Arien: "Giunse alfin il momento" und
"Deh, vieni, non tardar, oh gioia bella" - "Endlich naht sich die Stunde"
und " O säume länger nicht, geliebte Seele"). Die Gräfin erscheint in
Susannas Kleid; Cherubino versucht die vermeintliche Susanna zu küssen wird
aber zurückgehalten durch die Intervention des Grafen, der mit der Hand nach
Cherubino zielt, aber irgendwie den immer präsenten Figaro trifft. Der Graf
verfolgt die vermeintliche Susanna, die ihm geschickt aus dem Weg geht, als
die richtige Susanna in den Kleidern der Gräfin auftritt. Figaro berichtet
ihr von des Grafen Absichten und erkennt seine Braut. Er spielt die Komödie
mit, indem er ihr Ehre als Gräfin erweist, und bekommt erneut eins auf die
Ohren. Die beiden schließen Frieden und er spielt weiterhin seine Rolle. Als
der Graf erscheint, erklärt er seine Liebe und sinkt vor ihr auf die Knie.
Der Graf ruft nach Waffen und seinen Leuten. Lichter werden angezündet und
ein allgemeines Wiedererkennen löst die Verwirrung des Grafen ab, der keine
Entschuldigung mehr vorbringen kann (Finale: "Pian pianin le andrò più
presso" - "Still, nur still, ich will mich nähern")
Diskografische Empfehlungen
Siehe auch
Literatur
Netmarks
Libretto auf Italienisch,
www.karadar.net/Librettos/mozart_Figaro.html.
Libretto auf Deutsch,
www.impresario.ch/libretto/libmoznoz.htm.
Quelle
Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus
Wikipedia, der
freien Enzyklopädie.
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Version: 00:21, 19. Feb 2005.
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