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Lebenslauf

BeruflichesArbeit : Bewerbung : Lebenslauf : Übersicht
14-Mar-2002/09-Jan-07


Übersicht

Die meisten Bewerbungsempfänger betrachten den Lebenslauf neben dem Bewerbungsschreiben als wichtigsten Bestandteil der Bewerbungsunterlagen.
Erwartet wird heute fast ausschließlich der tabellarische Lebenslauf in maschinenschriftlicher Form (Drucker, Schreibmaschine).

Der handgeschriebene Lebenslauf in Aufsatzform dagegen wird vornehmlich nur bei der Einstellung von Auszubildenden, hin und wieder noch im öffentlichen Dienst sowie bei der Besetzung von herausgehobenen Führungspositionen verlangt (Schriftprobe).

Der Lebenslauf sollte chronologisch nach Sachgruppen - persönlichen Daten, Schulausbildung, Praktika, Berufserfahrung, Fremdsprache, EDV-Kenntnisse, sonstige Aktivitäten, Sport/Hobbys - geordnet sein. Bewerber, die bereits über praktische Erfahrung verfügen, sollten die umgekehrte zeitliche Reihenfolge wählen. Den Personaler interessiert zuerst, was der Bewerber zuletzt gemacht hat.

Je nach Alter und Berufserfahrungen der Bewerber umfassen tabellarische Lebensläufe meistens ein bis drei Seiten DIN A4 (einseitig beschrieben), in der Regel sind es zwei Seiten.

Der Lebenslauf sollte die folgenden Informationen übersichtlich, klar und verständlich enthalten:

1. Persönliche Daten.

Hierzu zählen Name, Geburtstag und -ort, Wohnort, Familienstand (ggf. Name und Beruf des Ehepartners sowie Zahl und Alter der Kinder). Vermeiden Sie beim Familienstand die Bezeichnung "nicht verheiratet", dies ist unklar, geben Sie konkret an: ledig, geschieden oder verwitwet.

2. Schulischer Werdegang.

Führen Sie in chronologischer Reihenfolge Art (z.B. Realschule, Handelsschule) und Zeiträume der von Ihnen besuchten Schulen an, machen Sie deutlich, welchen höchsten Schulabschluß Sie erreicht haben.

Bei älteren und berufserfahrenen Bewerbern, mitunter aber auch bei Berufsanfängern, wird es akzeptiert, wenn nur angegeben wird, wann welcher Schulabschluß an welcher Schule erreicht worden ist.

3. Berufsausbildung.

Haben Sie eine Lehre o.ä berufliche Ausbildungen absolviert, geben Sie hier Zeitraum und Art der Ausbildung sowie den Namen des Ausbildungsunternehmens an (evtl. auch den erreichten Abschluß).

4. Studium.

Geben Sie Studiendauer (Beginn/ Ende), Fachgebiet, ggf. Studienschwerpunkte, Name der Hochschule und den erreichten Abschluß an. Sind Sie Studienfachwechsler, haben Sie an verschiedenen Hochschulen studiert oder sind Sie Studienabbrecher, sollte auch dies aus dem Lebenslauf hervorgehen. Das Thema der Diplomarbeit, ggf. auch der Dissertation sollte nur dann angeführt werden, wenn es in einem erkennbaren Bezug zur angestrebten Stelle oder den mit ihr verbundenen Aufgaben steht.

5. Praktika.

Sollten Sie ein Praktikum absolviert haben, dokumentieren Sie auch dieses über die Angabe von Zeitraum, Art des Praktikums und Name des Unternehmens.

6. Beruflicher Werdegang/ Berufstätigkeiten.

Hier werden in chronologischer Form Angaben über Zeiträume, Art und wesentliche Inhalte Ihrer Arbeitsverhältnisse sowie die Namen Ihrer Arbeitgeber erwartet. Gibt es Zeiten einer Arbeitslosigkeit, geben Sie auch diese an.

Natürlich müssen Sie auch Beginn, Art und die wesentlichen Aufgaben Ihres derzeitigen Beschäftigungsverhältnisses anführen. Es ist ganz besonders wichtig, daß sich der Leser darüber ein klares, eindeutiges Bild machen kann. Es sollte erkennbar sein, für welches Aufgabengebiet Sie zuständig sind (evtl. auch die damit verbundenen wesentlichen Kompetenzen, Verantwortlichkeiten u.ä. angeben).

Selbst wenn Sie Arbeitszeugnisse oder Zwischenzeugnisse beilegen, aus denen solche Informationen genauer hervorgehen, erwartet man doch im Lebenslauf etwas ausführlichere Angaben über Ihre Berufstätigkeiten - insbesondere die derzeitigen.

7. Besondere Kenntnisse und Erfahrungen, Weiterbildungen.

Hier können Sie alle beruflichen oder berufsnahen Erfahrungen, Kenntnisse oder erworbenen Qualifikationen angeben, die über den üblichen Stand hinausgehen und Ihre Eignung für die zu besetzende Stelle noch unterstreichen. Sehr positiv wird es bewertet, wenn der Bewerbungsempfänger daran erkennen kann, daß Sie aktiv und systematisch Ihre Berufspersönlichkeit weiterentwickelt haben und z.B. fachlich nicht auf der Stelle treten.

In diese Rubrik fallen auch Auslandserfahrungen, Fremdsprachenkenntnisse, Seminare zur Stärkung Ihrer Führungs-, Kommunikations- und Motivatonsfähigkeiten u.ä.

8. Hobbys, Freizeitinteressen, Mitgliedschaften.

Es ist nicht ganz unumstritten, bei Bewerbern wie Bewerbungsempfängern, ob Angaben zu Hobbys u. ä. überhaupt in den Lebenslauf gehören. Die Bewerbungspraxis zeigt uns allerdings, daß ein Großteil der Bewerber hierauf eingeht.

Sind Sie Mitglied in Berufs- oder Fachverbänden o. ä. Organisationen, die in Ihrem Beruf, Aufgabengebiet oder in Ihrer Branche von Bedeutung sind, können Sie auch darauf hinweisen, ggf. auch auf eine dort aktive Betätigung, z.B. Fachgruppensprecher.

Achten Sie darauf, daß Ihr Lebenslauf hinsichtlich seiner äußeren Form, Gliederung und optischen Gestaltung übersichtlich angelegt ist sowie keine sichtbaren Beschmutzungen (z.B. Reste von Tabakasche) u.ä. aufweist. Am Ende wird der Lebenslauf mit Angabe von Ort und Datum unterschrieben.

Quelle: www.industrie-job.de/lebenslauf.shtml; Zugriff: 09-Jul-2002 (modifiziert).

Englische Bewerbungen

In einer englischen Bewerbung nimmt der Lebenslauf noch immer die dominierende Rolle ein. Allerdings ist ein deutlicher Trend in Richtung Gleichgewichtung von Anschrieben und Lebenslauf wie in einer deutschen Bewerbung zu erkennen. Nachdem der Cover Letter das Interesse nach weiteren Informationen geweckt hat, muss das résumé genau die vom potenziellen Arbeitgeber erwarteten Informationen liefern.

Format des Lebenslaufs.

Auch das Format des Lebenslaufs reflektiert, dass es bei einer Bewerbung im englischsprachigen Raum im nur um jobrelevante Fakten geht. Das Format ist nämlich nicht chronologisch sondern reverse chronological. Der Lebenslauf beginnt mit den neuesten Informationen zuerst und endet mit den Informationen, die zeitlich am weitesten entfernt sind.

Der Vorteil dabei besteht darin, dass der hiring manager sofort das Wichtigste sieht, nämlich wie weit es der Bewerber bisher gebracht hat. Und da die Personalverantwortlichen von heute im Rahmen der Vorauswahl der geeigneten Bewerber nicht besonders viel Zeit in die Begutachtung der Bewerbungsunterlagen investieren, nämlich maximal 5 Minuten.

Im englischsprachigen Raum werden zwei Formen des Lebenslaufs unterschieden:

Quelle: www.applyq.de.

Netmarks

Industrie-Job.de: Lebenslauf,
www.industrie-job.de/lebenslauf.shtml.

Kurze Übersicht zu Form und Inhalt eines Lebenslaufs.

IT-Arbeitsmarkt.de: Der Lebenslauf,
www.it-arbeitsmarkt.de/der_lebenslauf.phtml.

Mit Beispiel und den "Todsünden".

Bewerbungs-Tips: Der Lebenslauf,
www.bw-tips.de/lebenslauf.htm.


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