Stellenangebote in den Printmedien, im
Internet oder bei den Arbeitsämtern repräsentieren erfahrungsgemäß nur
einen Teil des Personalbedarfs der Unternehmen (Schätzungen sprechen z.
B. von ca. nur 10 - 50 % des Bedarfs an hochqualifizierten Spezialisten
und oberen Führungskräften). Mit einer Initiativbewerbung wird nun
versucht, diesen verdeckten oder latenten Bedarf zu ermitteln und zu
nutzen. Im Gegensatz zur heute nicht mehr empfehlenswerten
Blindbewerbung richtet sich
die Initiativbewerbung somit an sehr gezielt ausgesuchte Unternehmen,
bei denen sich die Bewerber vor Absendung einer Bewerbung telefonisch
über den tatsächlichen aktuellen oder zukünftigen Bedarf an Mitarbeitern
ihrer Qualifikation informiert haben.
So können Sie vorgehen:
[1] Ermitteln Sie Branchen und Unternehmen,
die für Ihre Bewerbung in Frage kommen könnten. Nutzen Sie dabei
möglichst sehr viele und verschiedene Quellen, hilfreich sind
erfahrungsgemäß:
- Analysen der Stellenmärkte in den
Printmedien,
- der Blick ins Internet,
- Berichte über Unternehmen in der
Wirtschaftspresse, in Fachzeitschriften und in Managementmagazinen,
- Besuche von Absolventenmessen,
- Anfragen bei Personalberatungen sowie
- die Reaktivierung persönlicher Kontakte
aus früheren Beschäftigungsverhältnissen, Praktika u.ä.
[2] Stellen Sie als Ergebnis dieser
Aktivitäten eine Liste für Sie interessant scheinender Unternehmen
zusammen.
[3] Rufen Sie die Unternehmen an. Fragen Sie
sich zur Personalabteilung oder zur entsprechenden Fachabteilung durch.
Sind Sie endlich mit einem zuständigen Mitarbeiter verbunden, sagen Sie
ihm kurz, als was, wofür und warum Sie sich gern bewerben würden,
skizzieren Sie knapp und verständlich Ihre Qualifikationsschwerpunkte.
Gut ist es, wenn Sie dieses Telefongespräch schon als ein kurzes
"Vor-Vorstellungsgespräch" betrachten und sich entsprechend vorbereiten.
Hat das Unternehmen tatsächlich aktuell oder
in naher Zukunft Bedarf und wirken Sie interessant, geeignet, wird man
Sie bitten, Ihre Bewerbungsmappe oder eine Kurzbewerbung einzureichen.
Gibt es keinen Bedarf, haben Sie zumindest
Schreib- und Portokosten gespart sowie ein Absageschreiben weniger und
die damit verbundene Enttäuschung vermieden.
Quelle:
www.industrie-job.de/initiativbewerbung.shtml; Zugriff: 09-Jul-2002
(gekürzt).